Archiv für die Kategorie „Vorträge“

Wer als Gast in Leipzig auf dem Hauptbahnhof ankommt und seine Schritte Richtung Innenstadt lenkt, der erblickt derzeit am Brühl drei riesige bunte Wandbilder. Diese verbergen drei Wohnblöcke, welche zum Abriß vorgesehen sind. Einst in den 1970er Jahren für Partei- und Antifaveteranen gebaut, stehen sie seit geraumer Zeit größtenteils leer, da ihre Bewohner an die Peripherie zogen oder ins Große Zentralkomitee abberufen wurden.

Jene grellbunten Bilder könnte der unbedarfte Gast sicher zunächst für die Ergebnisse eines Malwettbewerbes von Mittelschülern halten. Doch weit gefehlt. „Kunst“ vom Feinsten und Besten wird hier präsentiert, so verkündet es wenigstens die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ). Michael Fischer-Art, hochgejubelter Hofmaler des Roten Rathauses, durfte schon manche Leipziger Wand verschandeln, bzw. „verschönern“, je nach Kunstgeschmack des Betrachters. Ein ganzes Haus in der „Südknecht-Straße“1 vis a vis des Szenetreffs der Edel-Linken, „Nato“, trägt seine Handschrift. Auch wer von der Autobahnabfahrt im Norden kommend, die Essener Straße passierend nach Leipzig einfährt, wird mit den seltsamen Kreationen des Herrn Fischer zwangsweise konfrontiert.

Ende Juli 2006 widmete die „Leipziger Volkszeitung“ 2 dem „Meister“ ein ganze Seite. Für diejenigen, die es vermochten zwischen den Zeilen zu lesen, ergaben sich interessante Aufschlüsse. Am dritten Häuserblock wollte Fischer ein „imaginäres Gästebuch der Stadt“ darstellen, mit 999 Porträts (Man stelle die Zahl 999 in Gedanken einmal auf den Kopf.). Dazu der doppelte Fingerzeig des abgebildeten „Pop-Art-Künstlers“, da könnten sich erstaunliche Rückschlüsse ergeben über seine wahren Förderer. Unbedarfte Zeitgenossen, die hier wieder „Verschwörungstheorien“ wittern, mögen weiter schlafen, aber bitte nicht laut schnarchen dabei.

35 Sponsoren hat der wackere Pinselschwinger laut Presseangaben gefunden. Darunter so bekannte Firmen wie Mercedes, Porsche, die Sparkasse (so sehen die Sparer wenigstens gleich, was mit ihrem Geld passiert), Fielmann (Papi zahlt eben doch einen Pfennig dazu) und HVB-Immobilien. Ein Gesamtetat von 250.000 Euro steht Fischer-Art damit zur Verfügung. Die Stadt und auch die (noch) städtische Wohnungsbaugesellschaft LWB geben keinen Cent hinzu, beeilte sich die LVZ zu versichern. Bei solch einer Summe ist dies wohl auch nicht mehr nötig. Doch Kunst geht nach Brot, da hilft die Stadt im Ernstfall sicher gern aus, falls Fischer mal die Farbe ausgeht, so wie den Tunnelbauern der Beton.

Sicher: Über Geschmack läßt sich streiten. Johann Sebastian Bach mit negroiden Wulstlippen als Torhüter dargestellt, kann je nach Betrachtungsweise als „künstlerische Freiheit“ oder aber als Angriff auf das deutsche Kultur- und Geistesleben gewertet werden. Ähnlich wie Graffiti hinterlassen die visuell aufgenommenen Eindrücke von Fischers „Gemälden“ negative Spurenabdrücke auf den Seelen der Betrachter. Ein unangenehmes Gefühl von Infantilismus und Disharmonie bleibt beim Publikum zurück. Unmerklich beeilt sich jeder ästhetisch normal Empfindende instinktiv aus dem Blick- und Energiefeld von Fischers abstrusen Werken herauszukommen.

Täglich hagelt es Kritik von der etablierten Kunstszene, schrieb die LVZ. Zweifellos hat Leipzig Besseres an Kunst zu bieten. Nicht nur Tübke und Mattheuer, von den jüngeren Künstlern wäre Neo Rauch zu nennen, dessen eigenwillige, teilweise surrealistische Bildkompositionen am Brühl für genügend Blickfang gesorgt hätten.

An einer Giebelfront würde beispielsweise Wolfgang Mattheuers Bild „Hinter den sieben Bergen“ sicher gut wirken. Zur allerschlimmsten Not hätte man die Häuserflächen ebenso kommerziell für Werbezwecke nutzen können. Immer noch besser als Fischers Un-Art optisch ertragen zu müssen.

Es bleibt nur zu hoffen, daß die drei SED-Wohnblöcke bald abgerissen werden. Wie dem auch sei, Fischers Wandmalereien neuzeitlicher Höhlenmenschen werden dieser Stadt wohl noch geraume Zeit erhalten bleiben.

Nachtrag

Vor Monaten wehrte sich die Kirchgemeinde eines kleinen Ortes im Muldental gegen einen „Fischer-Art-Altar“. Damit sollten offenbar noch die letzten Glaubensjünger der orientalischen Wüstenreligion aus der Kirche getrieben werden. Nach langer Diskussion wurde der Altar dann dennoch aufgestellt. Offenbar haben „interessierte Kreise“ im Hintergrund ein Machtwort gesprochen.

Bis 1933 hieß diese Straße „Südstraße“, von 1933 bis 1945 „Adolf-Hitler-Straße“ und ab 1945 „Karl-Liebknecht-Straße“. Nach dem Krieg wurde dann vom Volksmund daraus die „Adolf-Südknecht-Straße“, um allen Namenspatronen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Ältere Leipziger und altgediente Taxifahrer wissen mit dieser Bezeichnung noch immer etwas anzufangen. 2 Leipziger Volkszeitung, 28.07.2006, Seite 15

Richard Melisch, Schriftsteller, Historiker und Nahostexperte aus Wien zu Gast in Leipzig

Im April 2007 befand sich der Nahost-Experte Richard Melisch aus Wien zu einer Vortragsreise in Sachsen, wo er u.a. auch in Leipzig referierte.

Einigen Zuhörern im gut besetzten Auditorium war das Buch des Referenten „Pulverfaß Nahost“ bereits bekannt, so daß sich daraus der Wunsch ergab, den Autor persönlich zu erleben. Richard Melisch hat über dreißig Jahre in arabischen Ländern des Nahen Ostens gelebt und gearbeitet. Er konnte wesentliche Erfahrung-en sammeln, erhielt Einblicke in das Leben der Menschen im arabischen Raum, lernte ihre Sorgen und Nöte kennen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ein Vertreter der Erlebnisgeneration berichtet

Obersturmführer Willi Köhler, Angehöriger der SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“ und der III. SS-Panzerdivision „Totenkopf“ zu Gast in Leipzig
In Rahmen der monatlich vom NPD-Kreisverband Leipzig organisierten überparteilichen Veranstaltungsreihe „Freundeskreis EIN HERZ FÜR DEUTSCHLAND“ konnte zum Jahresende 2006 ein ganz besonderer Gast begrüßt werden:
Obersturmführer (Ostf.) Willi Köhler, Angehöriger der SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“ und der III. SS-Panzerdivision „Totenkopf“, Träger des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse, Träger des Demjansk-Schildes, Träger der Nahkampfspange in Silber und des Verwundetenabzeichens in Gold. Mehrfach verwundet, verbrachte er 5 Jahre in russischer Gefangenschaft und überlebte drei Lager und ein Straflager. Diesen Beitrag weiterlesen »

MdL Winfried Petzold sprach vor NPD-Kreisverband Leipzig

Auf Einladung des NPD-Kreisverbandes Leipzig sprach der Landesvorsitzende der sächsischen NPD, das Mitglied des Sächsischen Landtages, Winfried Petzold, am 01. September 2006 über seine parlamentarische Arbeit im Landtag. Zu Beginn seiner Ausführungen gab der Referent nochmals einen kurzen Abriß über die Ereignisse seit dem Einzug der NPD in den Sächsischen Landtag 2004. Diesen Beitrag weiterlesen »

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Enten gegen Hühner

Leipzig