Trauerverbot für volksbewußte Deutsche in Leipzig
Nachdem am Montag, dem 18. August 2008, in Leipzig ein achtjähriges Mädchen als vermißt gemeldet wurde, hielt eine ganze Stadt den Atem an. Selten war die Anteilnahme der Bevölkerung in einer Stadt so groß, wie im Fall der verschwundenen Michelle. Im Leipziger Stadtteil Stötteritz bildete sich sogar eine Bürgerinitiative, wo Männer und Frauen selbst nach dem Kind in Gartenanlagen, Abrißhäusern und in Parks suchten.
Auch nationale Aktivisten organisierten neben einer Demonstration die Suche nach dem Kind, das die Nichte eines bekannten Leipziger Nationalisten ist. Diesem Umstande ist wohl mit geschuldet, daß der Innenminister des Freistaates Sachsen, Dr. Albrecht Buttolo (CDU), der extra seinen Urlaub unterbrach, und Landespolizeipräsident Bernd Merbitz (CDU) nach Leipzig eilten und die Polizei mit einem Großaufgebot die Ostvorstadt durchkämmte, allerdings ohne zunächst fündig zu werden. Mit jedem Tag sank die Chance, das Kind lebend aufzufinden.
Am Donnerstag, den 21. August 2008, entdeckte ein Spaziergänger die Leiche des Kindes in einem Teich im Stötteritzer Wäldchen, mithin in einem Gebiet, welches zuvor von der Polizei bereits durchsucht wurde. Zwischenzeitlich wurde über die Medien bekannt, daß in der Stadt Leipzig etwa 350 vorbestrafte Sexual-Straftäter leben sollen, die mit Straftaten gegenüber Kindern bereits schon einmal auffällig geworden sind, 107 davon allein im Stadtteil Stötteritz. Kriminelle Ausländer, Drogenhändler, antifaschistische Gewalttäter, Kinderschänder – Leipzig scheint eine geradezu unheimliche magische Anziehungskraft für Minusseelen zu besitzen, wahrlich keine angenehme Vorstellung. Ein Zufall kann dies wohl kaum sein.
Eine Woche nach dem Verschwinden des Kindes demonstrierten rund 500 Menschen in Stötteritz, darunter viele nationale Aktivisten. Hetzerisch berichtete die Leipziger Volkzeitung (LVZ) am Folgetag (26.08.2008), etwa „300 Rechtsradikale” seien unter den Demonstranten gewesen, darunter der Onkel des Opfers, einer der „führenden Köpfe des Neonazinetzwerks Freie Kräfte Leipzig”. „Pietätlos und abscheulich” sei die Beteiligung von „Rechtsextremen” an den Trauerbekundungen, so der LVZ-Schreiberling Ulrich Milde am 27.08.2008, sie versuchen „den Mord zu instrumentalisieren”. Leipzigs Oberbürgermeister Jung (SPD), gleich seinem Vorgänger, dem jetzigen Verkehrsminister Tiefensee (SPD), mit der Connewitzer Szene auf Du und Du, verurteilte die „rechtsextremistischen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Mord an Michelle auf Schärfste” (Fehler wie im Original). Kein Problem scheint der Herr OBM jedoch damit zu haben, 350 Sexualstraftäter in seiner Stadt zu beherbergen, von seinen Connewitzer Ziehkindern ganz zu schweigen.
Ex-Nikolaikirchen-Pfarrer Christian Führer durfte im Chor der Antifa-Sirenen nicht fehlen. Wo der Ruf nach härteren Strafen auftauche, setzten sich Neonazis populistisch drauf, so der Pfarrer. Herrn Führer bleibt es indessen unbenommen Montagsgebete für das Seelenheil von Kinderschändern zu inszenieren, wenn er sich durch die Anteilnahme deutscher Menschen am Schicksal eines ermordeten Kindes in seinem antifaschistischen Selbstverständnis verletzt fühlt.
Daß sich die Eltern des ermordeten Kindes „von den rechtsradikalen Aktivitäten des Onkels von Michelle” distanzierten (LVZ, 28.08.2008, Seite 11), mag dem medialen und behördlichen Druck, sowie der Ausnahmesituation überhaupt geschuldet sein.
„Lieber Sexualstraftäter als Nazis”.
Nun planten die Connewitzer Genossen und ihre Hintermänner im Leipziger Rathaus eine eigene, antifaschistische Demonstration.
Juliane Nagel1, einst geschasste Ex-Stadträtin der Partei DIE LINKE, erklärte in der LVZ am 27.08.2008, Seite 9: „Die Kundgebung soll nicht nur eine Demonstration gegen Nazis sein. Wir planen eine Demonstration für die Würde von Kindern.” Zwei Tage später, am 29.08.2008, mußte Nagel, offenbar nach Druck aus den eigenen Reihen, zurückrudern. Die für den 01.09.2008 geplante Demonstration gegen die Vereinnahmung des Mordfalls Michelle durch Rechtsextreme werde nicht stattfinden. Stattdessen wird ein offener Brief verfasst. „Dieses Statement soll sich klar gegen die rechtsextremen Parolen und die Forderung der Todesstrafe für Kinderschänder richten.” (LVZ, 29.08.2008, Seite 9)
Schon während der Trauerkundgebung am Abend des 21.08.2008 wurden die Teilnehmer von Seiten antifaschistischer Gegendemonstranten mit Parolen konfrontiert wie: „Lieber Sexualstraftäter als Nazis”. Dieser krankhaft-pathologischen Deutschenhaß läßt sich rational nicht mehr erklären. Wie tief verkommen und humanitätsfremd muß eine Gesellschaft sein, die solche Geistes- und Gesinnungshaltungen hervorbringt, akzeptiert und toleriert?
Wenig überrascht hat auch die einhellige Ablehnung der Aufstellung des mobilen Mahnmals der bundesweiten Initiative gegen Gewalt und sexuellen Mißbrauch an Kindern auf dem Nikolaikirchhof durch die Stadtverwaltung. Schließlich soll dort am 1. September in Anwesenheit von Landesrabbiner Almekias-Siegl, Bischof Joachim Reinelt und Ex-OBM Tiefensee „ein Friedensgebet aus Anlaß des Überfalls der deutschen Wehrmacht vor 69 Jahren auf Polen” stattfinden (LVZ, 30./31.07.2008, Seite 11). Das mobile Mahnmal, ein Mühlstein² mit einem eingemeißelten Vers aus dem Matthäus-Evangelium, sei „praktisch ein Votum für die Todesstrafe” empörte sich Leipzigs „Kultur”-Bürgermeister Giradet (FDP). „Das ist gegen das Grundgesetz….” (aaO). Für ein Mahnmal für die Opfer von Kinderschändern ist in Leipzig eben kein Platz. Nur wenn es darum geht, das Denkmal des Vaters der Massenmordideologie des Bolschewismus, Karl Marx, alias Herschel Mordechai, wieder aufzustellen, werden die Genossen im Roten Rathaus aktiv. Eine morbide Mischung aus verlogenem Gutmenschentum und doktrinärem Antifaschismus liegen wie ein Pesthauch über der Stadt.
Wer öffentlich trauert, ist verdächtig
Wer bestimmt eigentlich mit welchem Recht, wann, wo und wie getrauert werden darf? Haben nur Linksextremisten ein Trauermonopol. Was, wenn das Opfer ausländischer Herkunft gewesen wäre? Würden dann die Leipziger Straßen bereits weiß vom Wachs der Kerzen gutmenschlicher Dauerbetroffener sein?
Ein „renomierter Psychoanalytiker und Kriminologe” fabulierte am 27.08.2008 gegenüber der LVZ darüber, daß sich der Täter beim Gedenkgottesdienst am 23.08.2008 in der Trinitatiskirche in Anger-Crottendorf, dem Nachbarstadtteil von Stötteritz, wo das Mädchen ermordet wurde, vermutlich unter den Trauergästen befand. Der „Experte” hätte es sogar für angemessen gehalten, „wenn die Polizei bei der Andacht für Michelle am Wochenende Speichelproben der männlichen Besucher genommen und diese mit den DNA-Daten bekannter Sexualstraftäter abgeglichen hätte. Zumindest aber sollte die Kripo alle Andachtsbesucher fotografiert haben, um diese in die Fahndung mit einzubeziehen.” (LVZ, 27.08.2008, Seite 9)
Wie stellt sich „Experte” Hinrichs das Szenario vor? Soll neben dem Pfarrer am Altar ein Polizeibeamter stehen, der den knieenden Besuchern dann die Speichelproben entnimmt, analog zum christlichen Ritual des Abendmahls? Wer vor 20 Jahren, zu „DDR”-Zeiten, in die Kirche ging, mußte auch damit rechnen, vom Staatssicherheitsdienst photographiert zu werden. Menschen, die ihre Trauer und ihre Anteilnahme an der brutalen Auslöschung eines jungen Lebens und ihre Wut darüber zum Ausdruck bringen wollen, werden pauschal kriminalisiert. Das rabulistische Vertauschen der Rollen von Täter und Opfer hat geradezu „System”.
Auch wenn es angesichts des ungeheuerlichen Verbrechens an einem wehrlosen Kind schwerfällt einzugestehen: Verbrechen dieser Art hat es leider zu allen Zeiten gegeben. Triebgesteuerte Täter durch Extrem-Strafen von ihrem Vorhaben abzubringen, kann und muß versucht werden. In der Bundesrepublik jedoch fehlt dazu wohl der politische Wille. Im Gegenteil. Der „Kampf gegen Rechts” ist wichtiger als der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Mißbrauch – so die abartige Logik selbsternannter Demokraten.
Winfried Petzold, Mitglied des Sächsischen Landtags und NPD-Landesvorsitzender Sachsen:
„Den Opfern ihr Leben, ihr Lachen und ihre Zukunft zurückzugeben, wird nicht möglich sein. Doch potentielle Opfer vor Tätern wie Mario Mederake oder Uwe Kolbig zukünftig zu schützen, daß muß möglich sein.”
Stefanie, Mitja, Michelle … Wer wird das nächste Opfer sein?

