Thomaskirchenpfarrer Wolff contra Peter Degner

„Zu laut, zu lange, zu voll“ titelte BILD Leipzig am 1. Dezember 2011 über die Vorwürfe des Thomaskirchenpfarrers Wolff gegen die erfolgreiche Veranstaltung „Classic open“, die sei einigen Jahren in den Sommermonaten Publikumsmagnet für viele Leipziger und ihre Gäste ist. Das ist nun offenbar ein zweiter Angriff auf die von Impresario Peter Degner ins Leben gerufene Musikveranstaltung, die längst einen festen Platz im Leipziger Kulturleben hat. Vor geraumer Zeit schon gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Künstler und der Stadt wegen der Namens- und anderer Rechte an seiner Veranstaltung. In diesem Zusammenhang hatte die Stadt Dresden damals Degner angeboten, mit seinem „Classic open“-Festival von der Pleiße an die Elbe zu kommen. Dresden, sei jeher eine Kunst- und Kulturstadt, erkannte das touristische Potential dieser Veranstaltung, Leipzig wohl nicht.

Christian Wolff, Pfarrer der Thomaskirche, fehlt bei keiner Antifa-Demonstration. Sein Engagement  gegen „Rechtsextremismus“ im Verein mit den üblichen Betroffenen wie „Prinzen“-Sänger Krumbiegel, liegt wohl in der Natur der Sache begründet. Erst kürzlich bei dem von der LINKS-Partei-Stadträtin Juliane Nagel am 26. November 2011 inszenierten Hetz-Aufmarsch gegen das NPD-Bürgerzentrum in Leipzig-Lindenau marschierte Wolff wieder in vorderster Front mit.

Vielleicht neidet Wolff Degner aber auch nur dessen Erfolg, weil in seine Kirche außer zu Konzerten oder zur Christmette nur noch sehr wenige Besucher kommen. Der Kirche laufen die Schäfchen davon, nicht nur in Leipzig wie in Mitteldeutschland, sondern generell. Nachdem die Kirchenbänke von marxistischen Befreiungs-Theologen regelrecht leergepredigt wurden, stehen die Kirchen indessen auch vor einem existenziellen Problem. Die Zahl der Kirchenaustritte steigt, es fehlt einfach das Geld im Klingelbeutel. Polit-Christentum gegen Rechts kann da nicht wirklich Abhilfe schaffen.

Wie dem auch sei, die Musikveranstaltung „Classic open“ hat sich zu einem Publikumsrenner entwickelt, Leipzig wird sich von Wolff und Co. nicht die Sommer-Freude an klassischer Musik, Geselligkeit und gutem Essen im Herzen der Stadt nehmen lassen. Wolff mag sich in seine Thomasgruft zurückziehen und „Gegen Rechts“ beten, vielleicht hilft dies ja.

Die Stadt sollte sich der kulturellen Bedeutung der „Classic open“-Musikveranstaltung für Tourismus und Fremdenverkehr bewußt sein. Mit „Hartmann-Kultur“* werden jedenfalls keine Bildungsbürger und kunstinteressierten Gäste dazu animiert, unsere Stadt zu besuchen.

* Die Inszenierung von „Nackter Wahnsinn – Was ihr wollt“ von Sebastian Hartmann, immer wieder kritisierter Intendant des Leipziger Centraltheaters, wurde ein wirklicher Höhepunkt des Leipziger Regietheaters und der demokratischen Theater-“Kunst“. Selbst die Leipziger Volkszeitung (21.11.2011) schrieb von einer „Fäkal- und Blutorgie, die etliche empörte Zuschauer vorzeitig vertrieb“. Ein lebender Esel verrichtete seine Notdurft auf offener Bühne, der Hauptdarsteller suhlte sich darin und drückte sich anschließend an eine Chorsängerin, ein weiterer Darsteller bespritzte alle Akteure mit Blut.

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