Einer kleinen Tradition folgend richtete der JN Stützpunkt Leipzig am letzten Januar Wochenende 2010 sein jährliches Winterlager aus. Die Lagergemeinschaft setzte sich jedoch nicht nur aus Leipzigern zusammen, denn auch Kameraden aus Nordsachsen und dem Muldental folgten der Einladung aus der Messestadt.
Am späten Freitagabend trafen die letzten Teilnehmer ein und folgten dem verschneiten Weg, der von der Gemeinschaft später „Lagerstraße“ getauft wurde, hinab in den kleinen Talgrund, der in den nächsten 2 Tagen das „zu Hause“ sein sollte. Am Ufer eines kleinen Sees, der fast die gesamte Talsohle einnahm, wurde das Lager aufgeschlagen. Nach einer kurzen Einweisung des Lagerleiters begab man sich auch schon in die Schlafsäcke, um am nächsten Morgen frisch und munter den Tag starten zu können. Pünktlich um 8 Uhr trieb der schrille Pfiff die letzten Schläfer aus ihren Zelten und rief sie zum Frühsport. Gemeinsam spurtete man zu einer höher gelegenen Bergwiese und erwärmte Körper und Geist mit Lockerungsübungen, und trotz einer sehr kalten Nacht kam den Jungs und Mädels schon der ein oder andere Scherz über die Lippen. Bei der Morgenfeier erläuterte ein Kamerad noch die besondere Bedeutung des heutigen Datums für unsere Bewegung sowie dessen politisches und weltanschauliches Erbe.
Nach einem spartanischen jedoch reichlichem Frühstück, stand der Vormittag ganz im Zeichen der Aus- und Weiterbildung in Sachen Fahrtentechnik. Nicht schlecht staunten die „Lagerneulinge“ als sie sahen, was man alles aus einer unscheinbaren Zeltbahn machen kann. Erfahrene Kameraden erklärten, wie man Feuer ohne Feuerzeug macht, wie wichtig ein wärmendes Feuer ist, brauchte angesichts der frostigen Temperaturen nicht weiter erwähnt werden. Insgesamt durchliefen die Teilnehmer an diesem Vormittag drei Arbeitsgruppen, bevor die Vorbereitungen für das gemeinsame Mittagessen begannen.
Obwohl man auf einem Privatgelände lagerte, bekam man während der Mittagsruhe Besuch von den Herren in Grün. Welche darauf bestanden die Personalien der Lagerteilnehmer aufzunehmen. Als Begründung musste eine Schlägerei unter Jugendlichen im Nachbarort herhalten. Obwohl bereits an diesem Tag, Alter, Anzahl und Fahrzeuge der Beteiligten feststand, ließen sich die Beamten nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Während in unseren Großstädten kriminelle Multikultibanden ihr Unwesen treiben, perverse Jagd auf unsere Kinder machen oder Erpressung und Gewalt schon in der Grundschule zur Tagesordnung gehören, bot die Staatsgewalt ein riesiges Aufgebot von Beamten gegen ein Zeltlager von Deutschlands volkstreuer Jugend auf. Beschwerde über die Verantwortlichen Beamten wurde natürlich eingelegt, und so ging es mit leichter Verzögerung im Zeitplan weiter im Programm.
Für den Nachmittag teilten sich die männlichen Lagerteilnehmer in zwei Gruppen, denn ein Geländespiel stand auf dem Plan. Es galt die Fahne, in Form eines farbigen Geschirrhandtuchs, des „feindlichen“ Haufens zu erbeuten oder aber den „Lebensfaden“ vom Unterarm des Gegners zu reißen. Jetzt wurde getrickst und getäuscht, was das Zeug hielt. Vom Legen falscher Fährten über das Anschleichen und Überrumpeln der anderen Mitspieler reichte das strategische und taktische Vermögen der Schlachtenbummler. So konnten im fairen Wettkampf die Kräfte gemessen werden und die Fertigkeiten schnell und entschlossen zu entscheiden wurden geschult. Das ist nicht nur im Spiel im Gelände wichtig, sondern auch im politischen Alltag sind das gefragte Fähigkeiten.
Viel zu schnell verrannen die Stunden, da man über verschneite Felder schlich und Salven von Schneebällen wechselten die Seiten.
So kam die Stunde des Abendessens und nach dem Mahl und der Abschlussfeier folgte noch ein Kameradschaftsabend am Lagerfeuer. Deutsches Liedgut und frohe Unterhaltungen über den vergangenen Tag und vergangene Lager füllten den Abend aus.
22 Uhr, pünktlich zum Zapfenstreich ruhte die Mannschaft in den Schlafsäcken. Doch die Nachtruhe sollte nicht lange dauern denn die Verlierer des Geländespiels am Nachmittag wollten ihre Scharte auswetzen und forderten zu nachtschlafender Zeit ihre Revanche. Nachdem die Fronten dann ein für alle Mal geklärt waren, kehrte endlich Ruhe ein, und die letzten Stunden bis zum Morgen vergingen in träumerischer Ruhe.
Nach dem Frühsport, Morgenfeier und Frühstück begann das allgemeine Aufräumen im Lager. Am fortgeschrittenen Vormittag waren alle reisefertig. Jetzt setzte die letzte Etappe des Lagers ein und zwar die Autos wieder aus dem hohen Schnee und von den eisigen Hängen zu rangieren. Mit viel Geschick und Muskelkraft gelang es aber doch und so konnten alle Gruppen wohlbehalten ihre Heimreise antreten.
Zu Hause angekommen, ging es wohl allen so das ihnen etwas fehlte, die Atmosphäre des Zeltlagers, die Mannschaft und das zusammen Erlebte schweißt in kurzer Zeit zu einer Gemeinschaft zusammen die kaum einer versteht der es noch nicht selbst erlebt hat.

